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Ein Wallfahrtslied. Aus den Tiefen rufe ich zu dir, HERR.
Psalm 130,1
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Darum auf Gott will hoffen ich,
auf mein Verdienst nicht bauen;
auf ihn mein Herz soll lassen sich
und seiner Güte trauen,
die mir zusagt sein wertes Wort;
das ist mein Trost und treuer Hort,
des will ich allzeit harren.
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Frage:
Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt zu beten?
Und was bedeutet es, aus der Tiefe heraus zu beten?
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Zum Nachdenken: Wenn mich der Teufel angreift und mir einreden will, dass ich unwürdig bin weil ich in meiner Schwachheit in Sünden gefallen bin, fühle ich mich gar nicht gut. Manchmal neige ich dazu, mich dann besonders anzustrengen und die Würdigkeit vor Jesus wieder zurück zu erlangen - meine ich. Ich möchte, dass Er meine frommen Anstrengungen sieht; quasi als Wiedergutmachung für meine Sünden.
Aber so funktioniert das nicht. In dem heutigen Bibelvers zeigt mir Gott, dass ich besonders dann, wenn ich am Boden liege, am Tiefpunkt meines Seins angelangt bin, beten soll; nicht erst wenn es mir besser geht, sondern wenn ich mich in Anfechtung befinde und in der Sünde feststecke. Ich möchte gerade dann Ihm alles was mich quält im Gebet anvertrauen und Seine Hilfe und Seinen Beistand erflehen. Dazu helfe mir der gnädige und allmächtige Gott. |
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| Schaff in mir, Gott, ein reines HerzBibellied, Melodie: Es ist gewißlich an der Zeit zu Psalm 51, 12-14
Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist.... Psalm 51, 12-14 (Luther 1912) |
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1. Schaff in mir, Gott ein reines Herz,
mein Herz ist ganz verderbet;
es fühlet von der Sünde Schmerz,
sie ihm ist angeerbet
und die es noch tut ohne Scheu.
Ach mache, daß es wieder sei,
wie du es erst erschaffen.
2. Gib mir auch einen neuen Geist,
der wie du sei gesinnet,
der stets dir anhang allermeist
und was du willst, beginnet.
Gib, daß er hasse Fleisch und Blut,
und Glauben übe in Demut,
Zucht, Sanftmut, Hoffnung, Liebe.
3. Verwirf von deinem Angesicht,
ob ich es gleich verdienet,
mich, allerliebster Vater, nicht,
weil Jesus dich versühnet;
laß nimmer, nimmer, nimmermehr
mich dein Kind also fallen sehr,
daß du es von dir würfest.
4. Den heiligen Geist nimm nicht von mir,
den bösen Geist vertreibe,
damit er mich nicht nehme dir,
und ich stets dein verbleibe;
beherrschet mein Herz,
Sinn und Mut der heilge Geist,
so ist es gut im Leben und im Sterben.
5. Mit deiner Hilfe tröste mich,
hilf und vergib die Sünden;
wenn meine Seele suchet dich,
so laß dich von ihr finden
und dein Verdienst, Herr Jesu Christ,
darinnen Trost und Hilfe ist
trotz Sünde, Tod und Teufel.
6. Dein freudger Geist erhalt
mich doch mit seinem Freudenöle,
damit nicht das Verzweiflungsjoch
verderbe meine Seele.
Sei meine Freude du allein,
ach laß mich deine Freude sein
und führe mich zur Freude.
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(Bibellied, Autor: Ludämilie Gräfin von Schwarzburg - Rudolstadt (1640-1672)
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