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Ich aber richte mein Gebet an dich, HERR, zur Zeit des Wohlgefallens. Gott, nach der Größe deiner Gnade, erhöre mich durch die Treue deines Heils!
Psalm 69, 14
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Ohne Dich, wo käme
Kraft und Mut mir her?
Ohne Dich, wer nähme
meine Bürde, wer?
Ohne Dich zerstieben
würde mir im Nu
Glauben, Hoffen, Lieben;
alles, Herr, bist Du!
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Frage:
Was kann ich tun, wenn alles hoffnungslos ist?
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Zum Nachdenken: Immer wieder erdrücken mich unendliche Sorgen und Ängste; Sorgen um geliebte Angehörige, um deren Bewahrung vor allem Übel und dass sie den Herrn erkennen mögen; Ängste um mein eigenes Heil und um die Zustände in dieser gottlosen Welt. Ich alleine komme damit nicht zurecht. Zuweilen steht mir das Wasser bis zum Hals. Gerade in angsterfüllten Stresssituationen stammle und schreie ich zu Gott um Hilfe, dass ER mich erlöst von den Ketten der Sorgen und Ängste; dass ER mich befreit von allem Übel und von Menschen, die zuweilen dämonisch auf mich einwirken.
Und ich weiß und vertraue darauf, dass ER es kann und auch tut. ER neigt sich zu mir und ER überschüttet mich mit Seiner Gnade und Barmherzigkeit. Besonders in Zeiten meiner Not spüre ich Seine Gegenwart und Bewahrung. Danke, danke, Herr Jesus! |
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| Nachbarliche BegegnungAlltagsgedicht
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Wir wohnen dicht Tür an Tür,
mit Nachbarn in unserem Haus.
Viel tausend sind’s im Wohnquartier,
wir sehen uns tagein tagaus.
Viele Gesichter sind vertraut
und manchen lächelt man auch zu.
Bei anderen wird gleich weggeschaut:
Man will nur seine Ruh!
Man kennt sich, wie man sagt, „vom Sehen“,
hat kein Wort je gesprochen,
Kennt sich am Bus vom Schlange stehen
in öden Arbeitswochen.
Im Haus ist manchmal ein Geschrei,
ein lauter Streit ist gut zu hören.
Taktvoll hört man dann vorbei,
lässt sich nicht weiter stören.
Jeder lebt für sich allein,
In seinem kleinen Wohnungszelt.
Man schließt die Tür, riegelt sich ein,
ist fertig mit der Welt.
Doch neulich klopft es an der Tür,
ich blickte gleich durch den Spion.
Ein junges Mädchen, so schien es mir,
nach erster Inspektion.
Ich öffnete, sie sprach mich bittend an:
„Könnt ihr mir etwas Salz ausleihen.
Die Störung werdet ihr verzeih’n!
Ich dachte nicht daran!“
Ich holte Salz und gab es ihr,
sie lächelte mich an.
„Wohnt ihr schon lange neben mir?“
„So lang ich mich erinnern kann!“
Da sah ich als sie gehen wollte,
ein silbern Kreuz an ihrer Kette,
ob ich sie danach fragen sollte?
Ich tat es und sie strahlte mich jetzt an:
„Es ist ein altes Familienstück,
sehr gern leg ich‘s an!“
„Glauben Sie an den, der daran starb
und unsere Sünden tilgte,
uns ewig’s Leben dadurch erwarb?“
Sie nickte froh und sagte dann:
„Ja daran glaub ich fest!
Ich glaube, dass der Schmerzensmann
uns nie alleine lässt!
Das Zeugnis dieser Nachbarin
hat mich sehr tief berührt.
Ja, legen wir Jesus alles hin.
ER uns ganz sicher führt.
So führt uns Gott stets Menschen zu,
die uns im Glauben stärken.
Er schenkt uns wunden Seelen Ruh,
gibt Kraft zu guten Werken!
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(Alltagsgedicht, Autor: Johannes Kandel, 2010)
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