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Und nun, Herr, sieh an ihre Drohungen und gib deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden.
Apostelgeschichte 4,29
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O komm, du Geist der Wahrheit,
und kehre bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit,
verbanne Trug und Schein.
Gieß aus dein heilig Feuer,
rühr Herz und Lippen an,
daß jeglicher Getreuer
den Herrn bekennen kann.
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Frage:
Kann ich Gottes Botschaft freimütig weitergeben?
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Zum Nachdenken: Auch heute ist die wahre Gemeinde Jesu Christi bedrängt. Es sind so viele falsche Wahrheiten unterwegs, auch in Gemeinden. So manche Beiträge im Internet verfälschen das wahre Evangelium, die frohe Botschaft. Durch KI gesteuerte Falschaussagen über den wahren Glauben führen in die Irre.
Was soll ich beten? Dass ich bewahrt werde und durch Anfechtungen hindurch komme? Ich bin ein Kind Gottes und stehe als Knecht in der Verantwortung, freimütig die frohe Botschaft Jesu Christi zu bekennen und zu verbreiten. Ich bete zu Jesus, dass ER jeden Dienst segnen möge. Ich bete, dass ER mich führt und leitet, Zeugnis zu geben von Seiner Liebe. Und ich bete, dass ER mir zur rechten Zeit meinen Mund öffnet, um von IHM zu reden, in aller Demut und Zurückhaltung. Dazu helfe mir Gott. |
| Gedichte zu Bibelversen (Bibelgedichte) | (Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des Bibelgedichte-Menüs geblättert werden oder eine Blockanzeige aufgerufen werden)
| Naemi und RuthBibelgedicht zu Buch Ruth
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Im Lande herrschte Hungersnot,
und Israel war fern von Gott.
Da zog ein Mann mit Frau und Söhnen
nach Moab aus, um dort zu wohnen.
Nur kurz war das Familienglück;
Naemi musste leer zurück.
Sie musste – es ist kaum zu fassen –
die Lieben in der Fremde lassen. –
Ihr Mann und beide Söhne tot!
Was wäre sie jetzt ohne Gott?!
„Allmächtig“, nennt sie ihn und „Herr“.
Ihr Herr betrübte sie zwar sehr,
doch bleibt sie unter seiner Hand,
auch auf dem Weg ins Heimatland.
Die Söhne nahmen fremde Frauen,
die sich der Mutter anvertrauen
und sie auf ihrem Weg begleiten.
Sie sorgt voll Liebe für die beiden.
Die kannten nur die toten Götzen,
die immer schweigen und nichts nützen.
Vom wahren Gott erfuhren sie
im Haus von Mutter Naemi.
Ruth und auch Orpa gehen mit.
Bereuen sie demnächst den Schritt,
weil sie nur ihr zuliebe gehen?
Naemi bleibt entschlossen stehen.
Sie will nicht, dass die lieben beiden
sich ihretwegen so entscheiden,
und bittet, jetzt doch umzukehren.
Sie ahnt, wenn sie nicht Gott gehören,
dann sehnen sie sich bald zurück.
So folgert sie mit klarem Blick
und malt kein rosig Zukunftsbild.
„Gar mancher Wunsch bleibt unerfüllt“,
betont sie und sagt wiederum:
„Geht heim zu eurem Volk, kehrt um!
Der Orpa fällt die Wahl recht schwer.
Sie liebt die Schwiegermutter sehr.
Von Erdenglück und Wohlergehen
war bei Naemi nichts zu sehen.
Im Gegenteil: Die ganze Zeit
sah Orpa Tod und Herzeleid.
Und sie bedenkt: In aller Not
hat Naemi nichts außer Gott.
Die junge Frau jedoch wünscht mehr.
Sie schätzt das Sichtbare zu sehr.
So wägt sie ab und geht dann wieder
zurück ins Land der Moabiter.
Die Schwiegermutter lässt sie ziehen.
Und Ruth? Will sie nicht auch weggehen?
Doch ihr Entschluss steht felsenfest,
dass sie Naemi nicht verlässt.
Wo sollte Ruth auch sonst hingehen?
Denn an Naemi kann sie sehen:
Ihr Gott hat auch im Leid Bestand.
Ruth fand nicht Trost im Heidenland.
„Wo du hingehst, will ich hingehen.
Wo du verweilst, da bleib ich stehen.
Dein Volk soll jetzt auch mein Volk sein.
Israels Gott, dein Gott, ist mein.
Der Tod nur soll uns beide scheiden.“
Ruth schreckt auch nicht zurück vor Leiden.
Soll sie wohl irdisch Glück entbehren,
sie will trotz allem nicht umkehren.
Und Ruth wird nie enttäuscht von Gott,
Durch Boas gibt er ihr das Brot
so reichlich, dass sie weitergibt
Der „Löser“ Boas, der Ruth liebt,
lässt sich von Gott auch weiter führen.
Und Ruth soll ihm als Frau gehören.
Bald zieht ein Sohn im Hause ein.
Ruth darf Vorfahre Jesu sein.
Obed soll Naemi „erquicken“,
sie und das Elternpaar beglücken,
mit welchem sie in Eintracht wohnt. –
So wird Ruths Glaube reich belohnt.
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(Bibelgedicht, Autor: Toni Jung (1918 – 2014))
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