|
|
|
|
Als Jesus diesen daliegen sah und wusste, dass es schon lange Zeit so mit ihm steht, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?
Johannes 5,6
|
|
Regier du uns mit starker Hand,
auf dass dein Werk in uns erkannt,
dein Name durch glaubreich Gebärd
in uns heilig erweiset werd.
|
Frage:
Was kann ich tun, wenn mich alte Verletzungen zu lange festhalten?
|
|
|
Zum Nachdenken: Seelische Verletzungen, die Menschen einem antun, können viele Jahre mein Leben beherrschen und mich regelrecht krankmachen. Auch wenn wir vom Willen her den Menschen vergeben (siehe Vaterunser; Matth. 6,12) fällt es unsagbar schwer, diese loszuwerden; auch wenn man allerlei Versuche unternommen hat.
Jesus fragt in dem Gleichnis direkt, ob ich gesundwerden will. Will ich wirklich meine Verletzungen loslassen oder sollten sie weiterhin meine Identität bestimmen? Ich bringe meine Verletzungen zu Jesus und lege sie im Gebet am Kreuz ab. Ich flehe inständig um Seine Gnade die Befreiung schenkt. Jesus antwortet, indem ER mich von den Verletzungen befreit. ER stellt mich auf einen weiten Raum. ER nimmt mir meine Verletzungen ab und löst das Altvertraute das meine Seele gequält hat. Darauf vertraue ich. Ich kann wieder durchatmen. Und ich danke meinem Schöpfer für Seine befreiende Gnade. |
| Nachfolge, Hingabe und Treue | (Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des Nachfolgelieder-Menüs geblättert werden oder eine Blockanzeige aufgerufen werden)
| Der schmale Weg ist breit genugNachfolgelied zu Matth. 7,14
Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden. Matth. 7,14 (Luther 1912) |
|
|
1. Der schmale Weg ist breit genug zum Leben;
wenn man nur sacht und grad und stille geht,
so wird man nicht so leichtlich umgeweht.
Man muß sich recht hineinbegeben,
so ist er breit genug zum frommen Leben.
2. Des Herren Weg ist voller Süßigkeiten,
wenn man es nur im Glauben recht bedenkt,
wenn man das Herz nur fröhlich dazu lenkt.
Man muß sich recht dazu bereiten,
so ist der schmale Weg voll Süßigkeiten.
3. Du, mußt erst Geist aus Geist geboren werden,
dann wandelst du des Geistes schmale Bahn;
sonst ist es schwer und gehet doch nicht an.
Weg, schnöder Sinn, du Schaum der Erden!
Ich muß erst Geist aus Geist geboren werden.
4. Wer die Geburt aus Christus hat erlanget,
der folgt allein dem Herren treulich nach;
er leidet erst, er trägt erst seine Schmach,
eh er mit ihm im Lichte pranget,
wer die Geburt aus Christus hat erlanget.
5. Er wird mit ihm in seinen Tod begraben,
er wird im Grab auf eine Zeit verwahrt,
er stehet auf und hält die Himmelfahrt;
er kriegt darauf des Geistes Gaben,
wenn er zuvor mit Christus ward begraben.
6. Derselbe Geist, der Christum hier geübet,
derselbe übt die Jünger Christi auch;
der eine Geist hält immer einen Brauch,
kein andrer Weg wird sonst beliebet:
der Jünger wird wie Christus hier geübet.
7. Und ob es gleich durch Tod und Dornen gehet,
so trifft´s doch nur die Ferse, nicht das Herz;
die Traurigkeit läßt keinen tiefen Schmerz
dem, der getrost und feste stehet,
obschon es durch den Tod und Hölle gehet.
8. Das sanfte Joch kann ja so hart nicht drücken,
es wird dadurch das Böse nur gedrückt;
der Mensch wird frei, damit er nicht erstickt.
Wer sich nur weiß darein zu schicken:
das sanfte Joch kann ja so hart nicht drücken.
9. Die leichte Last macht nur ein leicht Gemüte;
das Herz hebt sich darunter hoch empor,
der Geist kriegt Luft, er tritt mit Kraft hervor
und schmeckt dabei des Herren Güte.
Die leichte Last macht nur ein leicht Gemüte.
10. Zieh, Jesu, mich, zieh mich, dir nachzugehen;
zieh mich dir nach, zieh mich, ich bin noch weit!
Dein schmaler Weg ist voller Süßigkeit,
des Guten Füll ist hier zu sehen.
Zieh, Jesu, zieh mich, dir nachzugehen.
|
(Nachfolgelied, Autor: Christian Friedrich Richter (1676 - 1711))
|
|
|