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Sie schreien, und der HERR hört, aus allen ihren Bedrängnissen rettet er sie.
Psalm 34,18
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Aus der Tiefe rufe ich,
Herr, zu dir; erhöre mich,
deine Ohren gnädig leih,
merk die flehend Stimm dabei.
Aus der Tiefe rufe ich;
Sünden gehen über mich.
Willst du rechten, Herr, mit mir,
so besteh ich nicht vor dir.
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Frage:
Worauf kann ich mich in meiner Not verlassen?
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Zum Nachdenken: An den Deichen im Norddeutschen Küstengebiet sind sie zu finden: Unzählige Schafe, die am Deich leben, dort grasen und das Erdreich feststampfen. Einzelne Schafe können der Verlockung, frisches Gras hinter dem Zaun zu fressen, nicht widerstehen und stecken ihren Kopf durch das Zaungitter um es zu erreichen. Dabei bleibt so manches Schaf im Gitter stecken und kommt nicht mehr zurück.
Wie ist es mit mir? Auch ich kann mancherlei Versuchung nicht widerstehen und gerate ins Trudeln. Ich schreie zu meinem Heiland und möchte wieder umkehren. Ich weiß, dass Jesus mich aus meiner Not errettet. Dankbar darf ich zu Ihm reumütig umkehren. Denn mancherlei Versuchung führt in die Irre. Oder mehr noch: Sie schadet mir und birgt große Gefahren. |
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Wer bin ich, wer kann es mir sagen,
wer gibt mir Antwort auf all meine Fragen?
Frau oder Mädchen, Kind oder Greis?
Wer kennt die Lösung die ich nicht weiß?
Manchmal fühle ich mich noch ganz klein,
schmieg’ mich gern in Muttis Arme hinein.
Lasse mich wiegen von ihr wie ein Kind
und trösten, wenn wir zusammen sind.
Probleme und Sorgen verschwinden schnell,
dafür bin ich dankbar, und froh auf der Stell’.
Ein paar Jahre älter, mich trügt oft der Schein,
ein Mädchen von zwanzig könnte ich sein.
Verliebt und glücklich ,ohne Sorgen,
sehe nur positiv in das Morgen.
Meine Kraft ist enorm, ich kann’s euch beweisen,
vor Freude könnte ich Bäume ausreißen.
Doch der Alltag ist da, missfällt mir oft sehr.
Alle Hürden zu nehmen ist manchmal recht schwer.
Getröstet werden wollen die Kinder von mir,
und schlechtgelaunt sitzt mein Mann da mit Bier.
Traurig und lustlos hock’ ich daneben,
und empfinde kaum Freude an meinem Leben.
Mein Mut ist verraucht, somit ich nun weiß,
so kann sich nur fühlen ein müder Greis.
Ich geh’ in mein Zimmer, schließe die Tür,
nehm’ meine Fragen und Sorgen mit mir.
Knie mich nieder, frag’ Gott nun um Rat,
vertraue auf IHN, wie ich´s immer tat,
bitte um Kraft um vorwärts zu schauen,
um neuen Mut und Selbstvertrauen.
Dann steh ich auf, geh’ zur Familie hin,
und weiß ganz genau, wer ich nun bin.
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(Lebensweisheitsgedicht, Autor: Anette Esposito, 2008)
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