Gottes Wesen

christliche Gedichte und Lieder

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 23.10.2026

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Sich etwas sagen zu lassen ist wichtig!

Der Gerechte schlage mich, das ist Gnade; und er züchtige mich, das ist Öl für mein Haupt, und mein Haupt soll sich nicht dagegen sträuben, wenn es auch wiederholt geschieht; ich bete nur gegen ihre Bosheiten.

Psalm 141,5

Erforsche mich, Jesu, mein Licht,
durchleuchte mein Innerstes mir!
Mein eignes Bemühen taugt nicht.
Ich nahe mich willig, ich nahe mich dir.

Frage: Kannst Du Dir von geistlichen Geschwistern etwas sagen lassen?

Zur Selbstprüfung: Eigene Fehler erkennen wir oft nicht, weil wir uns nicht neutral betrachten können - ähnlich wie wir den Zustand unserer Frisur nicht sehen können: Wir brauchen einen Spiegel (geistlich: Gottes Wort) oder gar Mitmenschen, welche uns auf Mängel hinweisen (geistlich: Sünde/Lauheit etc.). Leider geht Zurechtweisung aber absolut gegen unsere fleischliche, stolze Gesinnung und viele Christen lehnen sie daher ab (zum eigenen Schaden)!
Ganz anders David, der Mann nach dem Herzen Gottes (Apg. 13,22) in heutigen Psalm: Er sah es sogar als Gnade an, von Gerechten zurechtgewiesen und gar gezüchtigt zu werden.
Lasst uns wie David gesinnt sein und danach trachten Gott wohlgefällig zu leben und daher nicht sogleich gegen Zurechtweisung rebellieren, sondern diese im Licht von Gottes Wort prüfen und ggf. Korrekturen bei uns vornehmen!

Gedichte über Gott und sein Wesen

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Inhalt

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(Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des Gotteslieder-Menüs geblättert werden oder eine Blockanzeige aufgerufen werden)


O großer Geist, o Ursprung aller Dinge!

Gotteslied


1. O großer Geist, o Ursprung aller Dinge!
O Majestät voll Pracht und Licht!
Wer ist, der dir ein würdig Loblied singe?
Welch´ sterblich Herz erzittert nicht?
Stellt sich der Serphinen Schar
vor deinen Thron verhüllet dar:
Wie sollte nicht ich Hand voll Erden
vor dir voll Frucht und Schauer werden?

2. Ach rühre, Herr, mich die befleckten Lippen
mit deines Altars Kohlen an;
sonst fahr´ ich hin an ungeheure Klippen,
wo Seel´ und Leib zerscheitern kann.
Bring´ eine demutsvolle Scheu
den Kräften meiner Seele bei;
laß mich auf Knie und Antlitz fallen,
wenn Heilig! Heilig! Heilig! schallen.

3. Dein Wohnhaus ist ein Licht, das keinen Schatten,
ein Glanz, der keinen Wechsel weiß.
Eh´ Sonn´ und Mond das Amt zu leuchten hatten,
war schon dein lichter Freudenkreis.
Wer weiß zu deinem Glanz die Spur?
Faßt dich wohl eine Kreatur?
Und kann der Strahl erschaffner Augen
dein Wesen zu durchforschen taugen?

4. Die Sonne selbst hat ihr dunkeln Flecken;
du aber bist ein reines Licht.
Es kann in dir nichts Finstres sich verstecken,
dein heller Glanz verdunkelt nicht.
Du bist in dir vollkommen rein;
dein unbefleckter Gottheitsschein
hat nichts, das Sünd´ und Nacht zu nennen,
nichts, das die Klügsten tadeln können.

5. Was deine Hand pflegt an das Licht zu stellen,
das glänzt von Heiligkeit und Zier.
Es fließt nichts aus deinen lautern Quellen,
als ein kristallner Strom herfür.
Du hassest, was nach Bosheit schmeckt,
und was mit Satans Gift befleckt;
es können nichts, als gute Gaben,
von dir, o Gott, den Ursprung haben.

6. Es zeigt sich zwar in des Gewissens Sprüchen
ein Blick von deiner Heiligkeit;
doch hast du sie mit noch weit klarern Strichen
in deinem teuren Wort erneut.
Allein das allergrößte Licht
hat sie in dessen Angesicht,
der, dir die Sünder zu versühnen,
auf Erden ohne Sünd´erschienen.

7. Dies war der Sohn, das Bild von deinem Wesen,
dem dein Gesetz ins Herz geprägt;
an dessen Stirn war in der Tat zu lesen,
was Aarons Stirn im Schatten trägt.
Der hat auf seiner Todesbahn
die Schuld der Sünden abgetan,
und, da er als ein Fluch gestorben,
uns Kraft zur Heiligung erworben.

8. Nun kann dein Bild in uns von neuem grünen
in Unschuld und Gerechtigkeit; nun kann
dein Volk in heil´gem Schmuck dir dienen,
da ihm dein Sohn dir Kräfte beut.
Es kann in dessen Blute rein,
ja, ohne Fehl und Tadel sein,
der auf sich nahm der Sünden Bürden,
auf daß die Sünder heilig würden.

9. So gib denn Kraft, daß wir dich heilig scheuen,
mit deines Kindes Blut besprengt;
gib Fleiß und Ernst, wenn sich der Staub
vom neuen an die gewaschnen Füße hängt;
schenk uns ein Herz, das heilig ist,
weil du, o Vater, heilig bist,
bis du uns an den Ort wirst bringen,
da wir ein ewig Heilig! singen.


(Gotteslied, Autor: unbekannt - Aus dem Liederschatz von Albert Knapp)


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