Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

Durch den Tag
Gottes Botschaft in Reimform

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 24.08.2019

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Glücklich ist, wessen Lebensbuch von seinen Sünden gereinigt worden ist.

Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dem Buch geschrieben, die noch werden sollten, und von denen keiner da war.

Psalm 139,16

Jedes Herz ist vor dir offen,
wie ein Buch liegt es vor Dir!
Du kennst die, die auf Dich hoffen,
weißt den Zustand auch von mir.

Frage: Darf Gott in unserm Lebensbuch lesen? Was liest er da?

Vorschlag: Leider ist in unser aller Lebensbuch so manches geschrieben worden, das nicht taugt vor seinem heiligen Auge. Die Bibel sagt, dass Gott Augen wie Feuerflammen hat. Paulus sagt im Römerbrief, dass alle Menschen Sünder sind. Gott kann keine Gemeinschaft mit Sündern haben, denn Er ist heilig. Aus Liebe zur Welt hat er seinen eingeborenen Sohn dahingegeben, auf dass alle die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben (Johannes 3,16). An Jesus zu glauben bedeutet, seine vielen Sünden zu bekennen, sie zu bereuen und Jesus zu bitten, in Zukunft der Herr seines Lebens zu sein. Wer sich in dieser Art zu Gott bekehrt, erlebt, dass alle seine vergangenen Sünden aus seinem Lebensbuch gelöscht werden zur Ehre Gottes.

Gedichte und -Lieder zum Tageslauf

Inhalt

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Nun tret ich wieder aus der Ruh

Alltagslied, Melodie: O Ewigkeit, du Donnerwort


1. Nun tret ich wieder aus der Ruh
und geh dem sauren Tage zu,
wie mir ist auferleget.
Nicht weiß ich, was für neue Plag
mir heute noch begegnen mag;
doch weiß ich, daß mich träget
mein frommer Gott in seiner Hut,
daß mir die Last nicht Schaden tut.

2. Zwar meine Bürd ist täglich neu,
doch ist mein Gott auch täglich treu,
der träget meine Sorgen.
Vor abends keiner recht vernimmt,
was ihn den Tag all ist bestimmt;
es bahnt ein jeder Morgen
mir einen frischen Weg zu Pein,
der kann mit Gott erstiegen sein.

3. Wie wenig hab ich oft gedacht,
daß so würd sein zu End gebracht
die saure Tagesbürde;
das hab ich abends wohl gespürt,
daß du mich, höchster Gott geführt,
daß mich dein Schein und Würde geleitet,
mir geleuchtet hat auf meinen Weg
und Kreuzespfad.

4. Weil ich denn des versichert bin,
was trauerst du, verzagter Sinn,
die Bürd auf dich zu leben?
Trag, was du kannst, Gott träget mit;
der Herr der Welt der strauchelt nicht,
bei ihm ist lauter Segen.
Mit ihm geh ich denn frisch daran
und scheue nicht die Leidensbahn.

5. So ist getrost mein frischer Mut,
wenn ich mich in des Höchsten Hut
kann eingeschlossen sehen;
doch daß ich des versichert sei,
muß ich von Sünden leben frei
und Gottes Wege gehen;
mein Gott geht nimmer meinen Steg,
wo ich nicht wandle seinen Weg.

6. Drum, liebster Gott, leit meinen Fuß,
daß ich dir folg in wahrer Buß,
und läutre mich von Sünden!
So kann ich als ein kühner Held
bestreiten diese böse Welt,
mit dir sie überwinden;
und scheue nicht, was kommen mag.

7. Ich leg auf dich, mein Gott und Herr,
was mir zu tragen wird zu schwer,
die Last, die mich gebogen.
Ich lege meine Würd und Stand
in deine große Allmachtshand,
die du mir nie entzogen;
mit der hast du von Jugend auf
geleitet meinen Lebenslauf.

8. Ich leg in deinen Schoß hinein,
die meine Blutsverwandte sein;
da sind sie wohl beschlossen.
Ich lege meine arme Seel
in Jesu sichre Wundenhöhl;
du wirst sie nicht verstoßen,
wenn sie vom Leibe scheidt der Tod.
Ich leg mich ganz in dich, mein Gott.
so tret ich mutig an den Tag


(Alltagslied, Autor: Anton Ulrich, Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel (1633 - 1714))


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