Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

christliche-gedichte.de - 23.01.2021
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Ich dank dir, lieber Herre

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Ein Lied Salomos im Höhern Chor. Wo der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wo der HERR nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst....

Psalm 127 (Luther 1912)


1. Ich dank dir, lieber Herre,
dass du mich hast bewahrt
in dieser Nacht Gefährde,
darin ich lag so hart
mit Finsternis umfangen;
dazu in großer Not,
daraus ich bin entgangen,
halfst du mir, Herre Gott.

2. Mit Dank will ich dich loben,
o du mein Gott und Herr
im Himmel hoch dort oben.
Den Tag mir auch gewähr,
worum ich dich tu bitten
und was dein Will mag sein:
Leit mich in deinen Sitten
und brich den Willen mein,

3. daß ich, Herr, nicht abweiche
von deiner rechten Bahn,
der Feind mich nicht erschleiche,
damit ich irr möcht gahn.
Erhalt mich durch dein Güte,
das bitt ich fleißig dich,
vor´s Teufels List und Wüten,
womit er setzt an mich.

4. Den Glauben mir verleihe
an dein' Sohn Jesum Christ;
mein Sünd mir auch verzeihe
allhier zu dieser Frist.
Du wirst mir´s nicht versagen,
wie du verheißen hast,
daß er mein Sünd tut tragen
und löst mich von der Last.

5. Die Hoffnung mir auch gebe,
die nicht verderben läßt,
dazu ein christlich Liebe
zu dem, der mich verletzt,
daß ich ihm Guts erzeige,
such nicht darin das Mein
und lieb ihn als mein Eigen
nach all dem Willen dein.

6. Dein Wort laß mich bekennen
vor dieser argen Welt,
auch mich dein Diener nennen,
nicht fürchten G'walt noch Geld,
das mich bald möcht verleiten
von deiner Wahrheit klar;
wollst mich auch nicht abscheiden
von der christlichen Schar.

7. Laß mich den Tag vollenden
zu Lob dem Namen dein,
von dir mich nicht abwenden,
ans End beständig sein.
Behüt mir Leib und Leben,
dazu die Frücht im Land;
was du mir hast gegeben,
steht alls in deiner Hand.

8. Herr Christ, dir Lob ich sage
um deine Wohltat all,
die du mir all mein Tage
erzeigt hast überall.
Dein' Namen will ich preisen,
der du allein bist gut;
mit deinem Leib mich speise,
tränk mich mit deinem Blut.

9. Dein ist allein die Ehre,
dein ist allein der Ruhm;
die Rach dir niemand wehre,
dein Segen zu uns komm,
daß wir im Fried entschlafen;
mit Gnaden zu uns eil,
gib uns des Glaubens Waffen
vor's Teufels listig Pfeil.


(Lied, Autor: Johann Kolrose (1487 - 1558))