Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

christliche-gedichte.de - 01.08.2021
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O wie strahlt die Lebenskrone

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Fürchte dich vor der keinem, das du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, auf daß ihr versucht werdet, und werdet Trübsal haben zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.

Off. 2,10b (Luther 1912)



1. O wie strahlt die Lebenskrone,
die zum selgen Gnadenlohne,
Gottes Sohn mir zugedacht,
Gottes Sohn mir zugedacht,
wenn ich treu bis hin zum Grabe,
ritterlich gekämpfet habe
und den Pilgerlauf vollbracht,
und den Pilgerlauf vollbracht.

2. O wie blinken Zions Mauern,
da sich endet alles Trauern
und ein ewger Sabbat ist,
und ein ewger Sabbat ist,
da der Engel Harfen klingen
und die Auserwählten singen:
Hochgelobt sei Jesus Christ!
Hochgelobt sei Jesus Christ!

3. O wie glänzt die weiße Seide,
an der Überwinder Kleide
droben am kristallnen Meer,
droben am kristallnen Meer!
Dort umströmt sie ewge Wonne,
denn der Herr ist ihre Sonne
und ihr ein und alles: Er,
und ihr ein und alles: Er.

4. Doch werd ich es auch ererben,
was durch Leiden und durch Sterben,
Jesus mir verdienet hat,
Jesus mir verdienet hat?
Werd ich auch zur Rechten stehen,
mit den Heilgen dürfen gehen
in die schöne Gottesstadt,
in die schöne Gottesstadt?

5. Herr, Du weißt es, wie ich’s meine,
ob ich los von allem Scheine,
ohne Falsch und lauter bin,
ohne Falsch und lauter bin;
deiner Augen Feuerblicke
leiden weder Trug noch Tücke;
Jesu, prüfe meinen Sinn,
Jesu, prüfe meinen Sinn!

6. Öffne mir die Herzensgründe,
ob auch keine Lieblingssünde
heimlich mehr darinnen lebt,
heimlich mehr darinnen lebt,
ob nicht irgend noch ein Götze,
o Du höchster aller Schätze,
neben dir sich mehr erhebt,
neben dir sich mehr erhebt.

7. Heile, Jesu, meine Schäden,
reiß entzwei die feinsten Fäden,
die von Dir mich wollen ziehn,
die von Dir mich wollen ziehn.
Gib zum Wollen das Vollbringen,
hilf mir wachen, beten, ringen,
hilf mir, alles Eitle fliehn,
hilf mir, alles Eitle fliehn.

8. Ja, Du großer Fürst des Lebens,
lass mich Armen nicht vergebens,
flehend schaun zu Dir hinauf,
flehend schaun zu dir hinauf;
stärke mich in Freud und Leide,
tue mir, wenn ich einst scheide,
deines Himmels Pforten auf,
deines Himmels Pforten auf.


(Lied, Autor: Gustav Knak (1806 - 1878))