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zu Matthäus 11, 28
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Habe Geduld,
wenn Sorge dich niederdrückt.
Habe Geduld, wenn dein Leben
ist aus den Fugen gerückt.
Habe Geduld mit der Nacht,
wenn sie gar endlos erscheint.
Habe Geduld mit den Tränen,
die du aus Liebe geweint.
In allen Nöten,
in allem Leid,
ist dein Herr
Jesus Christus nicht weit.
Geh ins Gebet
und glaube es mir,
gerade im Schmerz ist
dein Heiland bei dir.
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(Autor: Sabine Brauer) Copyright © by Sabine Brauer, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
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1. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut,
du Brunnquell aller Gnaden, sieh doch,
wie ich in meinem Mut
mit Schmerzen bin beladen
und in mir hab der Pfeile viel,
die im Gewissen ohne Ziel
mich armen Sünder drücken.
2. Erbarm dich mein in solcher Last,
nimm sie aus meinem Herzen,
dieweil du sie gebüßet hast
am Holz mit Todesschmerzen,
auf daß ich nicht vor großem Weh
in meinen Sünden untergeh
und ewiglich verzage.
3. Fürwahr, wenn mir das kommet ein,
was ich mein Tag´gegangen,
so fällt mir auf das Herz ein Stein,
und bin mit Furcht umfangen;
ja ich weiß weder aus noch ein
und müßte stracks verloren,
wenn ich dein Wort nicht hätte.
4. Aber dein heilsam Wort
das mit seinem süßen Singen,
daß mir das Herze wieder lacht
und neu beginnt zu springen;
dieweil es alle Gnad verheißt denen,
die mit zerknirschem Geist zu dir,
o Jesu kommen.
5. Und weil ich denn in meinem Sinn,
wie ich zuvor geklaget,
auch ein betrübter Sünder bin,
den sein Gewissen naget,
und gerne möcht im Blute
dein von Sünden abgewaschen sein,
wie David und Manasse.
6. So komm ich auch zu dir allhie
in meiner Not geschritten
und tu dich mit gebeugtem Knie
von ganzem Herzen bitten:
Verzeihe mir doch gnädiglich,
was ich mein Lebtag wider dich
auf Erden hab begangen.
7. O Herr, vergib, vergib mir´s doch
um deines Namens Willen
und tu in mir das schwere Joch
der Übertretung stillen,
daß sich mein Herz zufrieden geb
und dir hinfort zu Ehren leb
mit kindlichem Gehorsam.
8. Stärk mich mit deinem Freudengeist,
heil mich mit deinen Wunden,
tröst mich mit deinem Todesschweiß
in meiner letzten Stunden
und nimm mich einst,
wenn dir´s gefällt, im rechten Glauben
von der Welt zu deinen Auserwählten!
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(Autor: Bartholomäus Ringwaldt (1530 - 1599))
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Herr, ich komm`n deine Nähe.
Leer fühl` ich mich, - tritt mir nah`!
Niemand kann mir Kräfte spenden,
nur du, Herr, bist für mich da!
Du, der du mich einst erschaffen,
der mein Leib und Seel` gemacht.
Du, der lang` schon mich gesegnet,
dir Herr, sei der Dank gebracht!
Was ist wohl der Grund, - ich frage,
dass mir kraftlos alles scheint?
Ist es wirklich so beklemmend,
wie ich es bis jetzt gemeint?
Oh mein Gott, ich steh` hier offen,
warte auf dein Handeln still.
Du kennst alle meine Fragen,
und du siehst mein` Weg und Ziel.
Wenn ich schwach bin, - gibst du Stärke.
Bin ich leer, - du füllst mich auf!
Heiland segne meine Werke!
Bittend schau` ich zu dir auf.
Und dann höre ich dich sprechen,
durch dein Wort so laut und klar:
„Ich will nie den Bund dir brechen,
ich bleib` immer der ich war!
Sag` mir, hast du je schon, -
einen Gläub`gen darben seh`n?
Glaub` mir, keiner wird zu Schanden,
der von Gott wird Hilf` erfleh`n.
Meine Hilfe, - die kommt immer, -
mal auch nicht zu deiner Zeit.
Meine Uhren, die geh`n anders,
aber Hilf` steht schon bereit.“
„Herr, ich preise, Herr, ich rühme,
du zeigst mir wie reich ich bin!
Du führst mich durch Sturm und Wetter,
sicher, stetig zu dir hin.
Weichet fort ihr alle Sorgen!
Gott verspricht mir hell und klar:
„Ich trag` heute, ich helf` morgen!“
Ist denn das nicht wunderbar!
Wie ist doch so klein mein Glaube,
Herr, ich beug` mich, doch ich seh`,
durch des Heilands Blut bin frei ich,
bin gewaschen weiß wie Schnee!
Aller Welt will ich`s bezeugen,
glaubet Gott nur, - glaubt ihm gern!
Keine andre Kraft ist größer,
als die Hilfe unsres Herrn.
Er kommt nie zu spät zum Retten,
er weiß wirklich was uns fehlt.
Er ist schon bereit zum Handeln,
suche ihn nur im Gebet.
Gott des Himmels, meine Freude!
Danken will ich ewig dir!
Dass du mich zu deinem Ruhme,
hast gestellt auf Erden hier!
Deine Macht will ich bezeugen.
Wer dir glaubt erlebt es klar,
dass du da bist uns zu helfen,
Du reichst uns den Segen dar.
Wenn mein Herz mal nicht mehr schläget,
so bleibt dennoch wahr dein Wort.
Wenn mein Fuß mich nicht mehr träget,
dann erwartest du mich dort, --
wo kein Schwachsein und kein Trauern,
und auch keine Träne fließt.
Wo in Salem`s gold`nen Mauern, -
alles neu und herrlich ist.
Dort will ich mich niederknien,
und lobpreisend, dankend steh`n.
Was du uns zuvor verheißen, -
ist durch Gnad` an uns gescheh`n.
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(Autor: Heinrich Ardüser) Copyright © by Heinrich Ardüser, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
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1. Herr, der du in der Höhe wohnest,
ich liege tief gebeugt vor dir;
Herr, der du richtest und belohnest,
wie schwer liegt meine Schuld auf mir!
Wie hoch und ernst ist dein Gebot,
wie tief der Abgrund meiner Not!
2. Aus meiner Not, aus meiner Tiefe
ruf´ ich zu dir, zu dir allein.
Wenn ich zu einem andern riefe,
es würde doch vergeblich sein.
Mein Flehen steigt zu dir empor;
Herr, öffne mir dein gnädig Ohr!
3. Herr, willst du ins Gerichte gehen,
der du unendlich heilig bist,
Herr, wer wird dann vor dir bestehen,
wenn er auch sonst unsträflich ist?
Dein Auge, das nicht fehlen kann,
trifft überall noch Fehler an.
4. Und ach, mir wird die Welt zu enge,
wenn des Gesetzes Donner schlägt
und bei der Übertretung Menge
sich ängstlich mein Gewissen regt,
das dich als einen Richter scheut,
der Rechnung heischt und Strafe droht.
5. In deiner Hand steht Tod und Leben,
du bist es, den man fürchten muß;
doch Herr, du kannst und willst vergeben
aus deiner Gnade Überfluß.
Dein Wort, das Wort des Lebens, spricht,
du willst den Tod des Sünders nicht.
6. Es heißt mich auf das Opfer schauen
das, Herr, vor deinem Throne gilt;
es heißt mich auf den Felsen bauen,
aus dem der Strom der Gnade quillt,
die alles tilget, was mich quält,
die alles schenket, was mir fehlt.
7. Dein guter Geist will mich erfreuen
und sich mein Herz zum Tempel weihn;
ich soll den Richter nicht mehr scheuen,
aus Gnaden frei und selig sein.
O Wort, das durch die Seele dringt
und Licht in finstre Tiefen bringt!
8. Ich hoff´ auf dich, du Kraft der Schwachen,
auf dich, du Licht in Finsternis,
auf dich, mein Hüter, du wirst wachen,
mein Heil, du kommst und hilfst gewiß.
Sei angstvoll meine Trauernacht,
von dir wird Hilf und Trost gebracht.
9. O Vater, nimm für dein Erbarmen,
o Lamm, für dein Versöhnungsblut,
o Geist, du Trost der geistlich Armen,
für deiner Gaben reiches Gut
von Herz und Lippen Dank und Ruhm,
und mich zu deinem Eigentum!
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(Autor: Paul Gottlieb Werlhof (1699 - 1767)
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1. Herr, hast du nicht Tote erweckt,
und mich lässt du so leiden?
Herr, mein Gott, ich hoffe auf dich,
du kannst mir Hilfe bereiten.
Siehe, mein Kind,
alle Leiden dieser Zeit,
so schwer sie auch sind,
schaffen dir eine große Seligkeit.
2. Herr, hast du nicht Kranke geheilt,
Blinde machtest du sehend?
Ich, mein Gott, bin kraftlos und schwach,
doch Lahme machtest du gehend.
So heil‘ auch mich,
großer Gott und Vater,
der das Leben mir gab,
dass ich dir danken kann in Ewigkeit!
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(Autor: Gerhard A. Spingath) Copyright © by Gerhard A. Spingath, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
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1. Herr, ich bin müde von des Tages Lasten,
vom Treiben in der Welt und dem eil’gen Hasten.
Herr, schenke nun meiner Seele Kraft und Ruh,
denn meines Herzens Tröster bist nur du.
2. Herr, gib mir neue Kraft, die Last zu tragen,
stärke die Seele mir, ich will nichts mehr fragen.
Dir, Herr, vertraue ich meine Seele an,
Dir, der in aller Not mir Hilf‘ ersann.
3. Herr, meine Seele wartet mit den Frommen,
weil du versprochen hast, du willst wiederkommen.
Dann jauchze ich meinem Seelenbräutigam,
der meine Seele endlich zu sich nahm.
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(Autor: Gerhard A. Spingath) Copyright © by Gerhard A. Spingath, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
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1. Herr, in dieser Zeit Gewog,
da die Stürme rastlos schnauben,
wahr, o wahre mir den Glauben,
der noch nimmer mich betrog,
2. der noch sieht in Macht und Fluch
eine Spur von deinem Lichte,
ohne den die Weltgeschichte
wüster Greuel nur ein Buch;
3. daß, wo trostlos, unbeschränkt
dunkle Willkür scheint zu spielen,
Liebe doch nach ewgen Zielen
die verborgnen Fäden lenkt;
4. daß, ob wir nur Einsturz schaun,
Trümmer, schwarz geraucht vom Brande,
doch schon leise durch die Lande
waltet ein geheimes Baun;
5. daß auch in der Völker Gang
Wehen deuten auf Gebären
und wo Tausend weinten Zähren,
einst Millionen singen Dank;
6. ja, daß blind und unbewußt
deiner Gnade deinen heilgen Schlüssen
selbst die Teufel dienen müssen,
wenn sie tun nach ihrer Lust.
7. Herr, der Erdball wankt und kreißt;
laß, o laß mir diesen Glauben,
diesen starken Hort nicht rauben,
bis mein Geist dich schauend preist.
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(Autor: Emanuel Geibel (1815-1884))
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Herr, manchmal fühle ich mich minderwertig und klein.
Aber du sagst zu mir: „Fürchte dich nicht, mein Kind. Du bist mein!
Du bist immer wertvoll in meinen Augen
und diese Gewissheit soll dir niemand rauben.“
Bei dir, meinem Herrn und Gott, bin ich immer sicher und geborgen.
Und dass trotz Kummer, Angst und Sorgen.
Ich will lernen dir in Allem ganz zu vertrauen
und mein Leben immer wieder neu ganz auf dich zu bauen.
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(Autor: Gunter Lange) Copyright © by Gunter Lange, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
zu Matth. 28,20
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Herr, sei Du bei mir,
wenn die Angst mich überfällt
und Hoffnung an der Not zerschellt.
Herr, sei Du bei mir,
wenn die Sorge mich bedrängt
und Menschenwort mich böse kränkt.
Herr, sei Du bei mir,
wenn in der Welt der Hass regiert
und zu Gewalt und Kriegen führt.
Herr, sei Du bei mir,
wenn Krankheit meinen Leib erschüttert
und Leid die Sinne mir verbittert.
Herr, sei Du bei mir,
wenn Sünde mich beständig quält
und mein Leben scheint verfehlt.
Ja, Du bist bei mir,
Du hast’s gesagt,
so sei Dir alle Not geklagt.
Du wirst mich führen in Deiner Gnad,
endlich auf Deinen Himmelspfad.
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(Autor: Johannes Kandel) Copyright © by Johannes Kandel, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
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1.Herr, sei meiner Seele gnädig
und erbarme dich meiner!
Immer, wenn ich zu dir komme,
betend vor die niederfalle,
neigst du dich zu mir herab.
Herr, du willst mich nicht verdammen,
du vergibst die Sünden alle.
Wohl mir, dass ich dich, Herr, hab‘,
wohl mir, dass ich dich, Herr, hab‘.
2.Herr, sei meiner Seele gnädig
und erbarme dich meiner!
Dir zu danken für die Gnade,
komme ich, Herr, heute wieder,
denn du nahmst von mir die Last.
War auch riesengroß der Schade,
sing‘ ich heut‘ doch Dankeslieder,
weil du mir vergeben hast,
weil du mir vergeben hast.
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(Autor: Gerhard A. Spingath) Copyright © by Gerhard A. Spingath, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
zu Jeremia 16,19
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1. Herr, stärke meinen schwachen Mut,
dich treulich zu bekennen
und trotz der Feinde Hohn und Wut
den Deinen mich zu nennen;
gib, daß ich ohne Heuchelei,
durch deine Gnade stark und frei,
dein ewig Lob verkünde.
2. Ich weiß, es geht der Zeugen Pfad
durch manches Ungewitter.
Denn wen dein Licht erleuchtet hat,
dem wird die Weltlust bitter;
je mehr er Welt und Sünde haßt,
um desto schwerer wird die Last,
des Kampfes wird kein Ende.
3. Wer Sünde tut, der haßt das Licht,
mag nicht die Wahrheit hören;
und wer ihm von der Buße spricht,
will nur den Frieden stören.
Das Wort vom Kreuz war allezeit
der armen Welt, und ist´s noch heut,
gar ein harte Rede.
4. Und doch will ich verzagen nicht,
mag sie gleich drohn und lügen,
denn Gottes Wort und Gottes Licht
muß doch am Ende siegen.
Wie sollt ich zweifeln noch daran?
Hat er doch mein Herz aufgetan,
das trotzige, verzagte.
5. Und der mein stolzes Herz gewann,
das ganz und gar verkehrte;
der allen helfen will und kann,
gleichwie er mich bekehrte:
sein Zepter bleibt in Ewigkeit;
zuletzt doch werden weit und breit
die Starken seine Beute.
6. So bleib ich ruhig denn dabei,
von seiner Huld zu zeugen;
und stören soll mich kein Geschrei,
ihm meine Knie zu beugen.
Es hilft mir ja der starke Held,
daß nicht die Furcht vor dieser Welt
mich treibt, ihn zu verleugnen.
7. Und will die Welt nach seinem Rat
mich drum mit Füßen treten,
er lehrt für ihr Missetat
mich gläubig flehn und beten;
und regt sich noch des Zornes Flamm,
ein Blick auf ihn am Kreuzesstamm
dämpft ihr unheilges Feuer.
8. Der Feinde Fluch verkehret er
erbarmungsvoll in Segen;
es stärket mich der treue Herr,
auch unter harten Schlägen.
Hilf, daß ich ohne Heuchelei
von seiner Gnade stark und frei
durch Wort und Wandel zeuge.
|
(Autor: Emanuel Adolf Waitz (1811 - 1864)
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1. Herr, unsre Not ist groß,
wir fliehen nackt und bloß
zu dir und deiner Güte,
daß sie uns jetzt behüte.
Eil, in der Flut Gefahren
uns mächtig zu bewahren.
2. Sieh an, sieh an die Not,
das Elend und den Tod,
den wir vor Augen sehen;
hilf, daß wir nicht vergehen.
Laß uns, o Gott, nicht sterben,
hilf, ehe wir verderben.
3. Vergib uns unsre Schuld
und habe noch Geduld;
ach laß um Jesu willen
sich Sturm und Wellen stillen;
wir wollen, weil wir leben,
dir Preis und Ehre geben.
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(Autor: Christian von Stöcken (1633 - 1684)
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1. Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder,
mein Geist sucht seinen Ursprung wieder;
laß dein erfreuend Angesicht
zu meiner Armut sein gericht!
2. Schau her, ich fühle mein Verderben,
laß mich in deinem Tode sterben;
o könnte doch in deiner Pein
die Eigenheit ertötet sein!
3. Du wollest, Jesu, meinen Willen
mit der Gelassenheit erfüllen,
brich der Natur Gewalt entwei
und mache meinen Willen frei.
4. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe
und mich in deinen Wegen übe,
nur ist von der Unlauterkeit
die Liebe noch nicht ganz befreit.
5. Ich muß noch mehr auf dieser Erden
durch deinen Geist geheiligt werden,
der Sinn muß tiefer in dich gehen,
der Fuß muß unbeweglich stehn.
6. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten,
hier gelten nichts der Menschen Taten;
wer macht sein Herz wohl selber rein?
Es muß durch dich gewirket sein.
7. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben,
du bist noch immer treu geblieben;
ich weiß gewiß, du stehst mir bei
und machst mich von mir selber frei.
8. Indessen will ich treulich kämpfen
und stets die falsche Regung dämpfen,
bis du dir deine Zeit ersiehst
und mich aus solchen Netzen ziehst.
9. Zu Hoffnung kann ich fröhlich sagen:
Gott hat der Hölle Macht geschlagen,
Gott führt mich aus dem Kampf
und Streit in seine Ruh und Sicherheit.
10. Drum will die Sorge meiner Seelen ich dir,
mein Vater, ganz befehlen;
ach drücke tief in meinen Sinn,
daß ich in dir schon selig bin.
11. Wenn ich mit Ernst hieran gedenke
und mich in deinen Abgrund senke,
so werd ich von dir angeblickt,
und mein Herz wird von dir erquickt.
12. So wächst der Eifer mir im Streite,
so schmeck ich schon die süße Beute
und fühle, daß es Wahrheit ist,
daß du, mein Gott, die Liebe bist.
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(Autor: Christian Friedrich Richter (1676 - 1711))
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1. Hier liegt vor deiner Majestät
im Staub die Christenschar,
das Herz zu dir, o Gott erhöht,
die Augen zum Altar.
Schenk uns, o Heiland, deine Huld,
vergib uns unsre Sündenschuld.
O Herr, von deinem Angesicht
verwirf uns arme Sündern nicht,
verwirf uns nicht,
verwirf uns Sünder nicht!
2. Gesündigt haben wir, o Herr,
wie der verlorne Sohn,
gesündiget, o Heiliger!
Doch sieh von deinem Thron
erbarmend her auf unsern Schmerz,
verstoß nicht das zerknirschte Herz;
entzieh die Vaterhuld uns nicht
und sende uns dein Gnadenlicht,
dein Gnadenlicht,
dein göttlich Gnadenlicht!
3. Du bist´s, der alles Gute schafft,
der helfen will und kann;
drum wirke Leben, Trieb und Kraft,
zu wandeln deine Bahn.
Sieh uns in deinem Sohne an,
der hat genug für uns getan.
Mach uns von unsern Sünden los
durch´s Blut, das von dem Kreuze floß.
O mach uns los,
mach uns von Sünden los!
|
(Autor: Unbekannt (1777)
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1. Hilf mir, mein Gott, hilf, daß nach dir
von Herzen mich verlange
und ich dich suche mit Begier,
wenn mir wird angst und bange.
Verleih, daß ich mit Freude
dich in meiner Angst bald finde;
gib mir den Sinn, daß ich forthin
meid alle Schand und Sünde.
2. Hilf, daß ich stets mir Reu und Schmerz
mich deiner Gnad ergebe,
hab täglich ein zerknirschtes Herz,
in wahrer Buße lebe, vor dir erschein,
herzlich bewein all meine Missetaten.
die Hände sein laß milde sein,
dem Dürftigen zu raten.
3. Die Lust des Fleisches kämpft in mir,
daß sie nicht überwinde;
rechtschaffne Lieb und Lust
zu dir in meinem Sinn anzünde;
daß ich in Not bis in den Tod
dich und dein Wort bekenne,
und mich kein Trutz noch Eigennutz
von deiner Wahrheit trenne.
4. Behüte mich vor Zorn und Grimm,
mein Herz mit Sanftmut ziere,
auch alle Hoffart von mir nimm
und mich zu Demut führe!
Was sich noch findt von alter Sünd
durch deinen Geist ausfege,
gib, daß allzeit Trost, Fried
und Freud sich in mir Armen rege.
5. Den Glauben stärk, die Lieb herhalt,
die Hoffnung mache feste,
daß ich von dir nicht wanke bald,
Beständigkeit ist´s Beste;
Gefahr durch ihn mir werd erwecket;
gib Brot dem Leib, doch daß der bleib
von Wollust unbeflecket.
6. Gib, daß ich treu und fleißig
sei in dem, was mir gebühret,
daß ich auch nicht durch Heuchelei
und Ehrgeiz werd verführet.
Leichtfertigkeit, Haß und Zank
und Neid laß in mir nicht verbleiben,
verstockten Sinn und Diebesgewinn
wollst du fern von mir treiben.
7. Hilf, daß ich folge treuem Rat,
von falscher Meinung trete,
dem Armen helfe mit der Tat,
für Freund und Feind stets bete,
dien jedermann, so viel ich kann,
das Böse haß und meide nach
deinem Wort an allem Ort,
bis ich von dannen scheide.
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(Autor: Johann Heermann (1585-1647))
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Ich erkenne meine Sünden,
beuge mich, mein Gott, vor Dir;
lass mich Gnade bei Dir finden,
neige, Herr, Dein Ohr zu mir!
Ach vergib, was ich getan;
nimm mich aus Erbarmen an!
Führe mich vom Sündenpfade
auf den sel’gen Weg der Gnade!
|
(Autor: Johannes Goßner (1773 - 1858))
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1. Ich geh', in stillen Bitten
dem Herrn mein Herz ausschütten,
dass durch und durch Er sehe,
kein Stäublein Ihm entgehe.
2. Nichts will ich Ihm verhalten;
auch die geheimsten Falten
des Herzens Ihm ausbreiten –
ach, das sind Seligkeiten!
3. Es mag vor Ihm zerfließen;
sein Tiefstes soll Er wissen!
so wird Er's mächtig läutern
und Mut und Blut mir heitern.
|
(Autor: Johann Baptist v. Albertini (1769-1831))
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1. Ich komm, o höchster Gott,
zu dir und lieg auf meinen Knieen.
Ach, willst du denn so gar von mir,
du lieber Vater, fliehen?
Ach nicht, ach nicht! Hilf, Helfer, doch,
weil du, mein Gott, kannst helfen noch,
und reiß mich aus den Nöten.
2. Gedenke nicht, wie schwer
ich mich an dir, mein Gott, vergangen,
wie oftmals ich erzürnet dich,
wie lang ich hingegangen,
wie manches Jahr ich zugebracht,
daß ich die Schuld nicht recht bedacht,
die dich zum Zorn gereizet.
3. Ach richt mich nicht, gerechter Gott,
wie ich es hab verdienet!
Hab ich gebrochen dein Gebot,
so hat´s dein Sohn versühnet.
Ich glaube fest und traue dir,
du wirst um seinetwillen mir
vom Übel Helfen. Amen.
|
(Autor: Bonifacius Stöltzlin (1603 - 1677)
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1. Ich preise dich und singe,
Herr, deine Wundergnad, die mir
so große Dinge bisher erwiesen hat.
Denn das ist meine Pflicht,
in meinem ganzen Leben
dir Lob und Dank ja zu geben;
mehr hab und kann ich nicht.
2. Herr, mein Gott, da ich Kranker
vom Bette zu dir schrie,
da ward dein Heil mein Anker,
dein Wort mein Trost verlieh.
Da andere fuhren hin zur
finstern Todeshöhle,
da hieltst du meine Seele
und mich noch wo ich bin.
3. Ihr Heiligen, lobsinget
und danket eurem Herrn,
der, wenn die Not herdringet,
bald hört und herzlich gern
uns Gnad und Hilfe gibt.
Rühmt den, des Hand uns träget
und, wenn er uns ja schläget,
nicht allzusehr betrübt.
4. Gott hat ja Vaterhände
und strafet mit Geduld;
sein Zorn nimmt bald ein Ende,
sein Herz ist voller Huld
und gönnt uns lauter Guts.
Den Abend währt das Weinen,
des Morgens macht das Scheinen
der Sonn uns gutes Muts.
5. Ich sprach zur guten Stunde,
da mir´s noch wohl erging:
ich steh auf festem Grunde,
acht alles Kreuz gering,
ich werde nimmermehr,
das weiß ich, niederliegen;
denn Gott, der nicht kann trügen,
der liebt mich gar zu sehr.
6. Als aber dein Gesichte,
Herr Gott, sich von mir wandt,
da ward mein Trost zunichte,
da lag mein Heldenstand.
Es war mir angst und bang;
ich führte schwere Klagen
mit Zittern und mit Zagen:
Herr, mein Gott, wie so lang?
7. Nun wohl, ich bin erhöret;
mein Seufzen ist erfüllt;
mein Kreuz ist umgekehret,
mein Herzleid ist gestillt;
mein Grämen hat ein End;
es sind von meinem Herzen
der bittern Sorgen Schmerzen
durch dich, Herr, abgewendt.
8. Du hast mit mir gehandelt
noch besser als ich will.
Mein Klagen ist verwandelt
in eines Reigens Spiel;
und für das Trauerkleid,
in dem ich vor gestöhnet,
da hast du mich gekrönet
mit süßer Lust und Freud.
9. Auf daß zu deiner Ehre
mein Ehre sich erheb
und nimmer stille wäre,
bis daß ich deine Lieb
und ungezählte Zahl
der großen Wunderdinge
mit ewgen Freuden singe
in güldnen Himmelssaal.
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(Autor: Paul Gerhardt (1607 - 1676))
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Ich schrei zu Dir Herr Jesus Christ,
der Du doch unser Heiland bist.
Die Last der Krankheit will mich erschlagen.
Wie oft soll ich es Dir noch klagen?
Hab doch Erbarmen mit Deinem Kind,
send Linderung zu mir geschwind.
Dass ich neu Lebensmut hier fasse,
wenn ich nur Deinen Rocksaum fasse.
Du hast geheilt und wohlgetan
in Deiner kurzen Lebensbahn.
Du kannst auch heilen jetzt und hier.
Die frommen Leute flehn zu Dir!
Lass mich bei Dir geborgen sein,
mach hell das dunkle Leben mein.
Und wenn es Dir gefällt, Herr Christ,
nimm mich zu Dir zu Deiner Frist.
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(Autor: Johannes Kandel) Copyright © by Johannes Kandel, www.christliche-gedichte.de Dieser Inhalt darf unter Einhaltung der Copyrightbestimmungen kopiert und weiterverwendet werden
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