Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

christliche-gedichte.de - 14.08.2020
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Herr, deine Allmacht reicht so weit

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1. Herr, deine Allmacht reicht so weit,
als all dein Wesen reichet.
Nichts ist, das deiner Herrlichkeit
und deinen Taten gleichet.
Es ist kein Ding so groß und schwer,
das dir zu tun unmöglich wär´.

2. Es fällt auf dein allmächtig Wort
dir Alles, Herr, zu Füßen.
Du führest deinen Anschlag fort
bei allen Hindernissen.
Du winkst, so stehet eilends da,
was man mit keinem Auge sah.

3. Du hast dies große Weltgebäu
allmächtig aufgeführet,
es zeugen Erd´ und Himmel frei,
daß sie dein Arm regieret.
Dein Wort, das sei geschaffen hat,
ist ihnen an der Pfeiler Statt.

4. Wenn jemand so verständig ist,
und sich zum Guten neiget,
wenn er der eiteln Welt vergißt,
und unter dich sich beuget,
so lösest du des Satans Band,
und machst ihn frei mit starker Hand.

5. Die Größe deiner Wundermacht,
die Christum auferwecket,
den man erblaßt ins Grab gebracht,
wird herrlich dann entdecket,
wenn unsers Glaubens blindes Licht
durch alle Macht der Sünden bricht.

6. Die Menge vieler Wunder zeugt,
daß, Schöpfer, dein Vermögen
weit über die Gesetze steigt,
so die Natur bewegen.
Du hast gemacht das Ordnungsband,
und hebst es auf durch deine Hand.

7. Was für ein Wunder deiner Macht
wird unser Aug´einst sehen,
wenn nach der langen Todesnacht
die Leiber auferstehen?
Wenn du der Totenbeine Rest
mit Kraft und Glanz bekleiden läßt!

8. O Allmacht! mein erstaunter Geist
wirft sich vor dir darnieder;
die Ohnmacht, wie du selber weißt,
umgibt noch meine Glieder.
Mach´ mich zum Zeugen deiner Kraft,
die aus dem Tod das Leben schafft!

9. Ach, zünd´ in mir den Glauben an,
der deiner Macht anhange,
daß mein Herz mutig werden kann,
ich kindlich dich umfange,
und traue deiner Gotteskraft,
die alles kann, die alles schafft.


(Lied, Autor: unbekannt - Aus dem Liederschatz von Albert Knapp)