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christliche-gedichte.de - 27.05.2020
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Pharisäer und Zöllner

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Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis:...

Lukas 18,9-14 (Luther 1912)


Zöllner und Pharisäer

Zwei Menschen gingen zum Tempel hin,
zu Gott zu beten war in ihrem Sinn.
Es sollte sich zeigen an diesem Ort,
ob ernst sie Ihn nahmen und Sein Wort.

Der eine fing an mit seinem Gebet
voll Stolz, dass er über dem anderen steht:
„Gut, dass ich nicht bin, wie der da drüben,
viel besser, der wäre weggeblieben!

Dass der mit so viel Schlechtigkeit
sich traut zu kommen zur Herrlichkeit.
Was bin ich dagegen ein guter Mann?
Nähm’ er doch mich als Beispiel an!“

Der and’re stand da, tief gesenkt war sein Haupt,
hat nur an die Gnade Gottes geglaubt,
sah sich als Sünder vor dem heiligen Gott,
er betet im Tempel in seiner Not:

„Ich bitte Dich, Gott, sei doch gnädig zu mir,
vergib meine Schuld, ich bekenne sie Dir
und hab Erbarmen, steh mir bitte bei,
ich danke Dir, Herr, nur Du machst mich frei!“

Jesus ist gnädig, zur Vergebung bereit,
wenn ein Sünder die Schuld bekennt und bereut.
Er will, dass wir keine Heuchler sind,
sondern Ihn suchen so wie ein Kind.


Gott hat den Ehrlichen angenommen,
der wird sogar in den Himmel kommen.
Der and’re war stolz und selbstgerecht,
das ist scheinheilig, vor Gott sehr schlecht.

Wenn du fromme Worte von dir gibst,
Gott und den Nächsten gar nicht liebst,
dann sagt Gottes Wort, dass du bist ein Narr,
denn Gott sieht ins Herz, Ihm ist’s offenbar.

Er weiß, was du denkst, bevor du’s gesagt,
Er hat die Antwort, bevor du gefragt.
Er schuf dich, Er kennt dein wahres Sein,
Er macht dich echt, wahrhaftig und rein.


(Gedicht, Autor: Brunhilde Rusch, 2007)


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