Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

Gedichte zu Bibelversen
Gottes Botschaft in Reimform

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 16.11.2018

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Jesus kann jeden Sturm in unserem Leben stillen!

Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Wie, habt ihr keinen Glauben? Und sie gerieten in große Furcht und sprachen zueinander: Wer ist denn dieser, dass auch der Wind und der See Ihm gehorsam sind?

Markus 4.40+41

Unbeschränkt ist Jesu Macht,
mit keinem ist Er zu vergleichen.
Nur ein Wort, was Er gesagt,
stillt den Sturm, die Wellen weichen.

Frage: Bin ich kleingläubig und fürchte mich in stürmischen Zeiten oder bin ich frei von Angst, weil ich Jesus Christus völlig vertraue?

Tipp: Immer wieder habe ich erlebt und erlebe ich, dass sich Stürme und Wellen in meinem Leben erheben. Was kann ich in solchen Situationen tun, wenn ich mal denke, dass Jesus vielleicht in meinem „Lebensboot“ eingeschlafen ist? Ich jage den Unglauben fort und setze mein Vertrauen ganz allein auf Jesus und sage: Die Not ist groß, ABER Jesus ist größer! Ich weiß: Er stillt jeden Sturm, wenn Er ein Wort spricht!

Gedichte zu Bibelversen (Bibelgedichte)

Inhalt

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Drei Männer im Ofen - oder vier

Bibelgedicht zu Daniel 3



Die Machtgier hat sein Herz erfüllt.
Nebukadnezar lässt ein Bild
aus Gold aufrichten und es weihen.
Dann lässt er den Befehl ausschreien:

„Ihr Leute aus verschied'nen Sprachen,
merkt auf! Der König lässt euch sagen:
,Sobald ertönen die Trompeten,
die Harfen, Zithern, Lauten, Flöten

und die Posaune wird erschallen,
so sollt ihr alle niederfallen
und sollt das gold'ne Bild anbeten.
Des Königs Zorn trifft einen jeden,

der seine Wünsche nicht erfüllt
und vor dem Bild nicht niederfällt.
Im Ofen wird man ihn verbrennen.
Der König wird kein Mitleid kennen.“

Als man die Instrumente hört,
tut alles Volk, wie man es lehrt.
Der König sieht mit Wohlgefallen
die Menschen betend niederfallen.

Drei Männer kommen jetzt in Not.
Sie glauben an den wahren Gott
und wollen tun, was er sie lehrt.
Aus Juda sind sie weggeführt.

Ihr Glaube und ihr Anderssein
bringt ihnen Hass und Nachteil ein.
So beten sie das Bild nicht an,
sind bis zum Tod Gott Untertan.

Kaum ist der Widerstand gewagt,
da werden sie auch schon verklagt.
Der König ist vom Zorn benommen
und lässt sie eiligst zu sich kommen.

„Wie, wollt ihr meinen Gott nicht ehren
und nicht auf meine Worte hören?
Sobald ihr hört die Harfen, Flöten,
die Geigen, Zithern und Trompeten,

hört der Posaune Ton erschallen,
so sollt ihr knien und niederfallen.
Doch wollt ihr nicht mein Bild anbeten
und mein Gebot stolz übertreten,

dann lernt ihr euren König kennen.
Im Ofen wird man euch verbrennen.
Wer ist der Gott, der einen Mann
aus meiner Hand erretten kann?“

Jedoch die Männer sind gewiss –
ihr Gott kann mehr noch tun als dies.
„Wir werden nicht dein Bild anbeten,
Gott kann uns aus dem Ofen retten.

Doch tut er's nicht, so sollst du wissen,
wir lassen uns durch nichts verdrießen
und werden deinen Gott nicht ehren.
Wir folgen ihm, dem wir gehören.“

Der König wird vor Zorn ganz blass,
und er gebietet voller Hass,
man soll den Ofen heißer schüren.
Die Hitze ist ringsum zu spüren.

Gedämpft ist nun des Königs Wut:
Man wirft die Männer in die Glut
samt ihren Mänteln, Schuhen, Hüten.
Doch Gott weiß sie wohl zu behüten.

Die den Befehl ausüben, sterben;
die Hitze lässt sie gleich verderben,
die aus dem heißen Ofen sprüht.
Was ist es, das der König sieht?

Entsetzt starrt er ins Flammenmeer.
Drei Männer brachte man hierher.
Vier sieht er frei im Feuer gehen,
der vierte, herrlich anzusehen,

er ist gleich einem Sohn der Götter.
Verwirrt verstummen alle Spötter.
Der König ruft durchs Ofentor:
„Ihr Knechte Gottes, kommt hervor!“

Das Feuer hat sie nicht verzehrt;
sie sind wohlauf und unversehrt.
Kein Faden ward ein Raub der Flammen.
Der ganze Hof kommt nun zusammen:

Die Fürsten, Vögte, Herren, Räte,
sie fragen, rätseln um die Wette.
So etwas ist nie dagewesen,
man kann's in keiner Chronik lesen.

Nebukadnezar hat erkannt,
dass Gott den Engel hergesandt,
die treuen Männer zu erretten,
die ihn nur und kein Bild anbeten.

Sie knien nicht vor einem Ding,
sei es aus Gold, sei es gering.
Befehl der Großen rührt sie nicht,
wenn's Gottes Worten widerspricht.

Für diesen Gott geh'n sie durchs Feuer.
Mit ihm verbunden sind sie freier,
als Babels König je geahnt.
Er hat ja Gott noch nie gekannt.

Jetzt will er diesen Gott auch loben.
Der Götzendienst sei aufgehoben!
Der Gott, den diese Männer ehren,
kann heil auch aus dem Feuer führen.

So gibt der König ein Gebot:
„Die Ehre sei dem wahren Gott.
Er kann Naturgesetze ändern.
Lobt diesen Gott in allen Ländern!“

(nach Daniel 3)


(Bibelgedicht, Autor: Toni Jung (1918 – 2014))


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