Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

Demut
Gottes Botschaft in Reimform

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 23.05.2017

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Jeder an Jesus gläubige und wachende Mensch sehnt sich nach dem Tag seiner Wiederkunft.

Ich kenne ihre Werke und ihre Gedanken und komme, um alle Völker und Zungen zu versammeln, dass sie kommen und meine Herrlichkeit sehen.

Jesaja 66,18

Wir warten auf dein Kommen, oh Herr,
und eilen dir entgegen.
Das Herz wird voller Sehnsucht uns schwer,
will sich zu dir bewegen.

Frage: Wiedergeborene Menschen, die für den Herrn brennen, und Jesus, der wiederkommende Heiland der Welt, sind wie Magnete, - sie ziehen sich an. Ist Ihr Leben geprägt von dieser Sehnsucht nach dem Sohn Gottes?

Vorschlag: Jeder von uns weiss innerlich ganz genau, ob wir eine Freudigkeit zu diesem Tag der Erscheinung Jesu haben oder nicht. Wenn Sie geistlich eingeschlafen sind und beinahe wünschten, Jesus käme noch nicht so bald, dann tun Sie Busse vor Gott. Bitten Sie ihn um Vergebung, dass Sie nicht mehr gewacht haben und dem Feind Teile ihres Lebens überlassen haben. Dann danken Sie Jesus und erneuern Sie Ihr Versprechen an ihn, seinen Willen von ganzem Herzen zu tun. Wer an Ihn glaubt, der ist gerecht. Römer 10, 4.

Demut

Inhalt

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Liebster Vater, soll es sein

Demutlied, Melodie: Liebster Jesu, wir sind hier


1. Liebster Vater, soll es sein,
daß ich heut an diesem Tage
letztmals mit Gebet erschein
und dir meine Not vortrage,
ach so reichte meine Sinnen
zu den hohen Himmelszinnen.

2. Tausend und viel tausend mal
sei du, Vater, hoch gepriesen,
daß in deiner Kinder Zahl
du mir eine Stell gewiesen,
daß ich dich hab lernen kennen
und in Christo Vater nennen.

3. Heilig, heilig, heilig sei
deines Namens Ehre,
deine Güte mancherlei,
deine Kraft und wahre Lehre!
Ich will dich dort ewig loben,
wenn ich bin zu dir erhoben.

4. Dein Reich hast du auch zu mir
hier in Gnaden lassen kommen,
mich berufen und zu dir
aus des Satans Macht genommen;
Jesus hat mir Heil und Frieden
durch sein Blut und Tod beschieden.

5. Darum wart ich mit Begier
ganz getrost auf´s Reich der Ehren,
nichts durchaus mehr ist allhier,
das mich soll davon abkehren;
komm, o König, laß erscheinen,
was ich wünsch und all die Deinen.

6. Deinem Willen tu ich mich
ganz zu einem Opfer geben.
Hab ich hier nicht völliglich nach
demselben können leben,
so werd ich doch dort erfüllen
mit den Engeln deinen Willen.

7. Täglich Brot und allerlei,
was zu meinem Stand gehöret,
hast du, Vater, mild und treu
mir zeitlebens auch bescheret;
nun du Himmelsbrot willst geben,
laß ich gern dies arme Leben.

8. Bleiben gleich die Meinen hier,
die mich länger möchten sehen,
weiß ich doch, daß nur bei dir
steht ihr Weh und Wohlergehen.
Ich befehle deiner Güte,
was mir lieget im Gemüte.

9. Nur, o Vater, laß du mir
alle Schulden sein vergeben,
daß ich rein und frei zu dir fahr
aus diesem Sündenleben.
Jesus hat mir Gnad erworben,
mit ihm ist die Schuld gestorben.

10. So vergeb ich auch gar leicht,
wie du, Vater, hast geheißen;
aller Zorn und Rach entweicht,
ich will lauter Lieb erweißen;
weil du, Gott, so viel erlassen,
will ich Mensch auch niemand hassen.

11. Rückt der letzte Kampf herzu,
tobet heftig Sünd und Hölle,
daß sie mir die Himmelsruh
raub und meinen Glauben fälle,
so steh du auf meiner Seiten,
die Versuchung zu bestreiten.

12. Mach mich alles Übels los,
gib der Sündennot ein Ende!
Ich ergebe ganz und bloß
mich in deine Vaterhände;
wollest mich von allem Bösen,
wie du weißt und kannst, erlösen.

13. An dem allen zweifl ich nicht,
denn du bist der Himmelskönig;
zu dir ist die Zuversicht,
der Welt und Höll ist dir zu wenig,
deine Kraft wird ewig stehen,
dein Herrschaft nie vergehen.


(Demutlied, Autor: Veit L. v. Seckendorf (1626 - 1692)


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